Protokoll AG Radverkehr 12. 1. 2016

Protokoll der Sitzung vom 12. Januar. Anwesend: Matias Schwabenländer (VCD), Peter Lelowski (Agenda 21), Jochen Kleinhenz (Agenda 21), Hans-Jürgen Beck (ADFC), Christian Loos (VCD), Eva Englert (VCD), Thorsten Becker (SPD), Manfred Dürr (GRÜNE), Matthias Hart (Versbacher Fahrradsonntag), Bas Bergervoet

1. Radwegmanagementbericht 2015: Stellenwert bei Stadtverwaltung und AGFK
Der Radwegmanagementbericht 2015 enthält wieder einmal nur die üblichen Auflistungen von Nebensächlichkeiten. Aktive berichten, daß es zu diesem Werk eine Reihe sehr unterschiedlicher Reaktionen gab. Läßt das Titelfoto mit der Zeile „Radfahren verboten“ Rückschlüsse auf den Humor der Verfasser zu, taugt das Werk als Botschaft von einem offensiveren Vorgehen aber wieder einmal nicht. Auch die AGFK sieht das lt. H.-J. Beck mittlerweile so. Wir werden dazu eine Sondersitzung beantragen und denken an den Termin im April.

2. Radverkehrskonzept
Während die AGFK im Grunde auch sehr konkrete Vorstellungen von der personellen Ausstattung und der Arbeitsweise einer Verwaltung hat, toleriert sie zuletzt aber doch weitere schwarze Schafe in ihren Reihen. Genannt wurden Landkreis Coburg oder auch Stadt Augsburg.
OB und Stadtkämmerer, die auf Neujahrsempfängen Radverkehrskonzept wie auch den (an sich aber längst demokratisch üblichen) Weg dahin mit „warmen Worten“ gelobt haben, sind zuständig. Dem gegenüber stehen die personellen Mängel in der FA Stadtentwicklung: Der Radverkehrsbeauftragte ist seit Monaten nicht mehr im Dienst und wird anscheinend wg. chronischer Erkrankung auch nicht mehr zurückkehren. Der Leiter der FA Stadtentwicklung hat seinen Eintritt in den Ruhestand für den 1. November 2016 angekündigt. Auch wenn OB und Stadtkämmerer vmtl. noch andere solche Mängel in der Verwaltung zu bearbeiten haben, sind sich alle Anwesenden einig ihre politischen Kontakte für eine Lösung einzusetzen.

3. Radverkehrsbeirat
Matias Schwabenländer wird sich um einen Sitz im Radverkehrsbeirat bewerben. Nächste Sitzung ist am 23. Februar 2016: Es werden laufende Projekte abzuarbeiten sein. Wir werden zukünftig noch stärker auf eine Trennung zwischen Konzeptrunden und Sitzungen zum laufenden Geschäft achten und notfalls Trennungen mit Geschäftsordnungsanträgen initiieren.

4. Radroute 2
Nach der Präsentation der Leitvorstellungen mittels eines Workshops im Oktober 2015 präsentieren Gutachter und Stadtverwaltung am 3. Februar 2016 ab 18 Uhr ihre Lösungsmöglichkeiten. Ort ist der Pfarrsaal St. Elisabeth, Bohlleitenweg.

5. Löwenbrücke
Während die Stellungnahme des VCD zu den Planungen der FA Tiefbau in der Sache sehr wenig Kompromißlinien aufzeigen konnte, gab die FA Tiefbau eine noch entschiedenere Gegendarstellung ihrer Sicht der Planungen ab. Weitere Schritte von Agenda / Radverkehrsbeirat sind einzuleiten.

6. Mängel-Karten-Apps
Mittlerweile gibt es eine Reihe von Anbietern, die sich in Darstellungs- und Auswertemöglichkeiten Bedienungsfreundlichkeit und Preis unterscheiden. Per Medien propagierte Anwendungsfälle können sein:

  • Qualitätssicherung des Radverkehrskonzeptes durch die AG Radverkehr (unter Unterstützung durch die Verbände)
  • Wegeheld-App allgemein
  • Stadtradeln-Kampagne
  • Schulwegecheck
  • Stadteilchecker

Peter wertet verschiedene Angebote aus und geht als Nächstes das Projekt Schulwegecheck für die 6.–8. Klasse an, für das konkretes Interesse seitens der Stadtverwaltung besteht. Anschließend versucht er die Stadtteilchecker nach dem Erstkontakt im März 2015 dafür zu begeistern.

7. Öffnung von Einbahnstraßen
Der Gutachter hat 25 Einbahnstraßen in 3 Kategorien typisiert wie auch der Stadtrat beschlossen hat 13 (?) Einbahnstraßen ohne weitere Prüfung zu öffnen. Sollte die Verwaltung im März immer noch nicht mit dem Aufstellen der Schilder fertig sein, beschließt die AG Radverkehr 3 passende Einbahnstraßen am 1. April 2016 pressewirksam selbst zu beschildern. Sollte sich dazu eine der mündlich bei der letzten Befahrung mit der Kommission 2015 vereinbarten Maßnahmen dazu gesellen könne, werden wir diese ebenfalls am 1. April 2016 einrichten.

8. Critical Mass
Bas berichtet von einer unerwartet positiven Resonanz der Einladung über FACEBOOK und persönliche Empfehlungen: Im Januar 2016 bestand die Gruppe aus ca. 40 Teilnehmern. Für den 12. Februar 2016 erhofft er daher ca. 50 Personen. Er freut sich, daß es wirklich gelungen daß daraus eine spontane Tour wurde die ohne Demonstrationsleitung auch zu gemeinsamen Zielen gelangte. Die Runde denkt darüber nach, Freunde aus den Flüchtlingslagern einzuladen hat aber Bedenken da man deren Selbstorganisationsfähigkeit aufgrund der noch andauernden Integrationserstversorgung von außen in Zweifel stellen könnte.

9. DVWG_Jahrestagung 2016
16. April 2016, Gateway Gardens, Frankfurt / M.

10. Neuer Termin
02. Februar 2016 um 19 Uhr in der Umweltstation.

Würzburg, den 12.01.16
Peter Lelowski

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