Protokoll AG Radverkehr 15. 7. 2015

Umweltstation und Ortstermin Löwenbrücke
Anwesend: Jochen Kleinhenz, Hans-Jürgen-Beck, Thorsten Becker, Heinz Braun, Edgar Beck, Claudius Stanke, Peter Lelowski, Manfred Dürr, Eva M. Englert

TOP 1: Löwenbrücke
Hans-Jürgen Beck und Jochen Kleinhenz berichten über den aktuellen Stand der Planungen zur Löwenbrücke:
Es gab ein Treffen im kleinen Kreis mit Herrn Lenzer von der FA Tiefbau. Herr Lenzer ist für die Planung der Neugestaltung der Löwenbrücke zuständig. Er hat 5 Planungsvarianten erstellt und auf ihre Leistungsfähigkeit untersucht bzw. untersuchen lassen.
(Die Varianten finden sich in der Vorlage zu der Sitzung zum Umwelt- und Planungsausschuss vom 14.07.2015: http://www.wuerzburg.sitzung-online.de/BI/vo020.asp?VOLFDNR=5681 )
Allen Varianten ist gemein, dass die rechte Fahrspuhr stadtauswärts in einen Zweirichtungsradweg von 2,5m Breite umgewandelt wird. Nach der Löwenbrücke (westlich) befährt der Radverkehr die bestehende Rampe, die verbreitert wird.
Ansonsten unterscheiden sich die Varianten:
Variante 0:
Die Verkehrsführung bleibt grundsätzlich unverändert. Es werden lediglich an der Einmündung der Saalgasse breitere Verkehrsinseln installiert, sowie eine direkte Rechtsabbiegemöglichkeit in die Leistenstraße. Die bestehende Abbiegemöglichkeit von unter der Brücke kommend (an der Kita vorbei) in Richtung Leistenstraße bleibt bestehen.
Variante 1:
Ähnelt stark Variante 0, allerdings wird der Radverkehr aus Richtung Burkarderstraße nicht durch die Unterführung unter der Rampe geleitet, sondern entlang der Mergentheimer Straße.
Variante 2:
Hier entfällt die Abbiegemöglichkeit von der Mergentheimer Straße in die Leistenstraße. Der Radverkehr wird über die Rampe, über einen neuen Überweg auf Höhe der Kita Löwenbrücke und über den Überweg zum Radweg in Richtung Burkarderstraße geführt (Die gesamte Strecke als Zweirichtungsradweg). Auf der Brücke entsteht ein Bypass, um den Verkehr von der südlichen Rampe über die nördliche Rampe in Richtung Leistenstraße zu ermöglichen.
Variante 3:
Radverkehr wie bei Variante 2. Hier entfällt die Auffahrt auf die nördliche Rampe. Dadurch kann eine Spur entfallen und wird in einen Grünstreifen umgewandelt. Die Auffahrt auf die Brücke kann nur noch über die südliche Rampe erfolgen. Ein Abbiegen von der Mergentheimer Straße (von unter der Brücke) in Richtung Leistenstraße bleibt möglich. Parkplätze entlang der Mergentheimer Straße entfallen. Vermutlich, weil nun der gesamte Verkehr über die Brücke an der Stelle vorbei muss.
Variante 4:
Ähnlich Variante 3, lediglich das Abbiegen von der Mergentheimer in die Leistenstraße wird nicht mehr erlaubt, dafür wird ein Bypass auf der Brücke geöffnet, damit der Verkehr aus der Mergentheimer Straße links in die Leistenstraße abbiegen kann.

Hans-Jürgen Beck / Jochen Kleinhenz: Merken an, dass es aus Sicht der FA Tiefbau auf die Leistungsfähigkeit des Knotens ankomme. Werde die gesteigert könne die Stadt mit 50% Fördermitteln bei der Maßnahme rechnen. Zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit habe die Stadt ein Planungsbüro beauftragt. Diese habe die Leistungsfähigkeit nur für die Varianten 0 und 2 festgestellt.
Herr Lenzer zeigte sich bei dem Treffen offen, den Zweirichtungsradweg entlang der Saalgasse/Dreikronenstraße bis hin zur Alten Mainbrücke zu ziehen.
Eine Verlegung der Gleise auf der Brücke würde die Optionen deutlich erhöhen. Zuletzt wurden diese allerdings 2011 ausgetauscht. Das lässt eine Verlegung der Gleise unrealistisch erscheinen [Anmerkung: Die Stadt hofft „30 Jahre Ruhe zu haben“: https://www.youtube.com/watch?v=Tyv04l5XksI – Ab Minute 1:00 ]
Manfred Dürr merkt an, dass nach seinen Recherchen verlegte Leitungen unter den Gehwegen kein Problem darstellen dürfte, da sich dort insbesondere keine genutzten Fernwärmeleitungen befinden.
Manfred Dürr kündigt an, dass der VCD plant, in naher Zukunft einen „ERA- und RASt-Check“ durchzuführen. Anhand der beiden Regelwerke „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ (ERA) und „Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen“ (RASt) soll überprüft werden, ob die Planung mit den Regelwerken vereinbar ist.

Bei einem spontanen Ortstermin überzeugen sich die AG-Mitglieder vom desolaten Zustand des Straßenbelags des Kreuzungsbereichs Leistenstraße/Mergentheimer/Saalgasse, der wohl einen nicht unerheblichen Teil der Kosten der Maßnahme ausmacht. Ebenso ist zu beobachten, dass sehr viele Radfahrerinnen und Radfahrer lieber auf dem Gehweg fahren (laut Vorlage der Stadt: 78%)

TOP 2: Nächster Termin
Das nächste Treffen der AG Radverkehr findet am 11. August, um 19:00 Uhr in der Umweltstation statt.

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