Protokoll AG Radverkehr 11. 3. 2015

Agenda 21 Arbeitskreis Mobilität & Regionalentwicklung – AG Radverkehr
Anwesend: Lore Körber-Becker (SPD), Klaus Honsel (GRÜNE), Jochen Kleinhenz (Agenda 21), Peter Lelowski (Agenda 21), Hans-Jürgen Beck (ADFC), Andreas Boguschewski (ADFC), Christian Loos (VCD), Eva Englert (VCD)

1. Gefahrenpunktbefahrung mit Verwaltung
Vorbefahrung nur Agenda-AG am 15.02.15, mit Verwaltung und Polizei am 11.3.15 (und 18.03.15 – Hinweise zu diesem Termin wurden nachträglich ergänzt).
Teilnehmer: Hans-Jürgen Beck (ADFC) (2x) , Jochen Kleinhenz (Agenda 21) (2x), Hr. Oppmann (FA Tiefbau) (1x), Hr. Lenzer (FA Tiefbau) (1x), Fr. Gotthard (FA Tiefbau) (1x), Hr. Florschütz (WVV MFN GmbH) (2x), Hr. Düthmann (FB Stadtentwicklung) (1x), Hr. Weltz (FB Stadtentwicklung, Radverkehrsbeauftragter) (1x), Hr. Schneider (Polizei) (2x)

Angefahren wurden:

  • Löwenbrücke Westrampe („Leistenstraße, Burkarder Bastion“)
  • Sanderglacis- / Virchowstraße („Sander Mare“)
  • Wirsbergstraße / Mainkai („5-Sterne-Mainradweg“)
  • Adalberostraße („Radroute 1“)
  • Neunerplatzkreuzung („Radroute 3“)
  • Schlachthofkreuzung („Radroute 3“)

Beim ersten Termin wurde seitens Polizei / FB Tiefbau erklärt, dass Bedarfsampeln (für Fuß- und Radverkehr) an Kreuzungen, an denen der Autoverkehr automatische Grünphasen erhält, am besten für Alle (!) sind, da dadurch Umlaufzeiten und somit max. Wartezeiten für Fußgänger und Radfahrer von 90 Sek. möglich sind. Ohne Bedarfsschaltung müssten die Umläufe auf 120 Sek. erhöht werden, wodurch Fußgänger und Radfahrer 30 Sek. längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssten. Von Seiten der Verbände wird die gefühlte Gängelung der nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer durch die Bedarfsschaltung und die Tatsache, dass die Leistungsfähigkeit einer Kreuzung ausschließlich am Bedarf der motorisierten Verkehrsteilnehmer bemessen wird, kritisiert.
An 3 Stellen werden (allerdings ohnehin völlig unsinnige) Schilder entfernt, insb. dort wo die FA Tiefbau nicht benutzungspflichtfähige Führungen markiert hat.
Es wird auch kritisch gesehen, dass die FA Tiefbau an keiner Veranstaltung (Tagung/Fortbildung zum Thema Radverkehr, Radverkehrsbeiratssitzung mit Gutachtern) teilnimmt. So war teilen der FA Tiefbau nicht bekannt, dass derzeit ein Radverkehrskonzept für Würzburg erstellt wird. Zudem werden bei Gesprächen auch jedes Mal statt konstruktiver Vorschläge zur Verbesserung der Situation nur Bedenken und Argumente angeführt, die einen Beibehalt des Status quo fordern. Verschlechterungen für den motorisierten Verkehr werden abgelehnt.
OB Schuchardt wird von Hans-Jürgen Beck und Jochen Kleinhenz um ein persönliches Gespräch gebeten, nachdem er beim letzten Gespräch im Oktober 2014 eine offensive Unterstützung des Projektes Fahrradfreundliche Stadt bekräftigte.
Für die AG Radverkehr bedeutet es wohl, sich noch intensiver mit den einschlägigen Entwurfsrichtlinien und die Ausarbeitungen des Radverkehrskonzeptes zu befassen.
Klaus Honsel empfiehlt, weitere Träger öfftl. Belange (z.B. Seniorenbeirat) mit ins Boot zu nehmen. Weiterhin wird er versuchen, aus Seniorenbeirat bzw. Umfeld eine Gruppe für das Stadtradeln zusammen zu stellen.

2. Stadtradeln
Die Auftaktveranstaltung ist fertig geplant. Die Auftakttour soll auch Schwerpunkte der Radverkehrsplanung auf der linken Mainseite (Routen 2 und 3) befahren. Ein Klingelkonzert als Bühnenprogrammpunkt ist in Planung. Festredner ist BM Dr. Adolf Bauer. Infostände zu Verkehrsregeln (ADFC) wie auch allgemeine Infos sowie die Bewerbung des Stadtradelns (Umweltstation) sind zugesagt. Ebenfalls wird ein Sicherheitscheck angeboten wie auch ein Fahrradlooping.

3. Next-Bike-Verleihstationen
Mit der Inbetriebnahme der ersten 4 Fahrrad-Verleih-Stationen ist im Mai 2015 zu rechnen. Diese sollen in das Konzept der Mobilstationen eingebettet und über diese beworben werden. Die 9 geplanten Mobilstationen (bestehend aus 2 Carsharing-Stellplätzen, einer Infostele und Fahrradabstellanlagen (wo dies platztechnisch möglich ist) sollen bis September fertiggestellt werden, so dass diese im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche offiziell eingeweiht werden könnten.

Protokoll: Peter Lelowski

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