Protokoll AG Radverkehr 5. 11. 2014

Treffen am 5. 11. 2014, 19–21 Uhr, Umweltstation Würzburg
Anwesende: Hans-Jürgen Beck, Thorsten Becker, Andreas Boguschewski, Manfred Dürr, Klaus Honsel, Jochen Kleinhenz, Peter Lelowski, Claudius Stanke, Friedrich Weltz

1. Radverkehrsbeirat und Radverkehrskonzept
Kurzer Bericht von Jochen Kleinhenz zur Sitzung:
Löwenbrücke: Aus aktuellem Anlass wurde eine Präsentation zur Lösung der Radverkehrsführung von FA Tiefbau, vertreten durch Herrn Roth, vorgestellt (1. Punkt der RVB-Sitzung)
Im RVB-Protokoll von Friedrich Weltz sind die mehrheitlichen Einwände gegen die vorgestellte Lösung sehr gut dargestellt
Im zweiten Teil der RVB-Sitzung Vorstellung des Büros Baier aus Aachen (BSV) und der Moderatorin Stefanie Heng-Ruschek (shr moderation, Ffm)
Im dritten Teil Workshop-Bildung – Verteilung der RVB-Mitglieder auf 4 Arbeitsgruppen zu den Themen »Netzgestaltung«, »Fahrradparken«, »Verkehrssicherheit« und »Förderung Radverkehr«.
Es folgte eine Diskussion über die Sitzung, insbesondere über die Frage, ob die Interessenguppen/Verbände selbst konkrete Vorschläge erarbeiten und an FA Tiefbau geben sollen. Diese Diskussion wurde in der Vergangenheit, auch bei AG Radverkehr-Treffen, öfter geführt – bisher wurde dies aufgrund der verschiedenen Präferenzen (Zweirichtungsradweg, Schutzstreifen, integrierte oder separate Radverkehrsführung etc.) bisher vermieden. Peter Lelowski sieht nach wie vor die Stadt in der Pflicht aufgrund der Einwürfe gegen die vorgestellte Planung.
Ein Sachstandsbericht zum Planungsstand für die nächste RVB-Sitzung (10.12.) soll eingefordert werden – das erledigt Jochen Kleinhenz per Mail an Herrn Düthmann.

2. Löwenbrücke
Erneut intensive Diskussion um den Löwenbrückenumbau. Manfred Dürr zeigte eine mögliche Umbauvariante mit beidseitigen Radwegen, wobei der südliche Gehweg wegfallen und in einen Schutzstreifen (stadteinwärts) umgewandelt werden könnte, der nördliche Gehweg aufgrund der entfallenden 2. Fahrspur ent­sprechend verbreitert (mind. Verdoppelung) und ebenfalls ein Schutzstreifen (stadtauswärts) angelegt werden könnte.
Für die Anschlußsituationen (Sanderring/Sanderglacis auf Ostseite, Leistenstraße/Mergentheimer Str. auf Westseite der Brücke) konnten im jetzigen Stadium keine rundum befriedigenden Lösungen gefunden werden ausser der integrierten Radverkehrsführung mit Straßenverlauf.
Alle Anwesenden befürworten, dass der Vorschlag von Manfred Dürr mit getrennten Radwegen, Wegfall Gehweg Süd ausgearbeitet und weitergeleitet werden soll an OB Schuchardt, Baumgart, Düthmann, Weltz, Roth.

3. Aufklärungskampagne/Imageverbesserung
Jochen Kleinhenz verwies auf die Arbeitsgruppen, die bei der RVB-Sitzung gebildet wurden; insbesondere die Arbeitsgruppen für »Verkehrssicherheit« und »Förderung Radverkehr« kämen dafür in Frage. Dennoch wollen die Beteiligten der AG Radverkehr hier selbst weiter tätig werden.
Claudius Stanke zeigte anschauliches Info- und Aufklärungsmaterial der AGFS – Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW. Die Broschüren finden sich alle als PDF-Download unter
www.agfs-nrw.de/shop.html?tt_products%5Bcat%5D=2

4. Sofortmaßnahmen Radverkehr
Nachdem mittlerweile eine Antwort der FA Tiefbau vorliegt bezüglich der »Sofortmaßnahmen Radverkehr«, (Handlungskatalog) wird Friedrich Weltz ein entsprechendes Treffen koordinieren.

5. Baustellensicherung für Radverkehr
Nachdem Herr Thein generelles Interesse an den Belangen des Radverkehrs geäußert hat, wollen wir ihn weiterhin direkt bei Mißständen kontaktieren. Mittelfristig sollen Beispiele gesammelt und mit ihm diskutiert werden.
Generell fehlt es an Sensibilität bei den beauftragten Firmen (Baustellenschilder), aber auch bei der Stadt (Gartenamt: zurückschneiden der Hecken an Radwegen).
Positiv ist, dass die Stadt überwiegend auf die Beschwerden reagiert, z.T. sogar sehr kurzfristig.

6. Generelle Richtung des Radverkehrs
Manfred Dürr regte eine Diskussion zur generellen Gestaltung des Radverkehrs an: Separiert vom Autoverkehr (gefordert von Senioren, Eltern/Kindern – Umstände wie Absteigen oder Schieben werden in Kauf genommen etc.) oder integriert (gefordert von Alltagsradlern – weitgehend integriert, gleichberechtigt mit Autoverkehr, schnell & direkt, keine Schikanen etc.).
In der AG Radverkehr herrscht Einigkeit über die Bevorzugung einer integrierten Radverkehrsführung mit gleichberechtigten Radfahrenden.
Viele Radfahrende nehmen sich nicht als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer wahr. Aufklärung ist nötig (siehe 3.), Beispiel Adalberostr.: Ablehnung des Schutzstreifens auch durch Radfahrende.

Nächstes Treffen:
17. Dezember 2014, 19 Uhr Umweltstation

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